Beschreibung


Angesichts globaler Krisen wie dem Klimawandel und der Ressourcenknappheit ist ein Umdenken und anderes Handeln zwingend erforderlich. Die Circular Economy (CE) bietet Lösungsoptionen. Ein radikales Umdenken ist mit vielen Hemmnissen verbunden. Es braucht Bildung in diesem Bereich, neue Prozesse und Maschinen, aber auch die Transformation von Unternehmenskultur und dem Wirtschaften wie wir es gewohnt sind – mit endlichen Ressourcen ist kein unendliches Wachstum möglich.

Es ist absehbar, dass durch Politik und Gesellschaft progressiv Druck auf die Wirtschaft ausgeübt wird und Unternehmen immer stärkeren Regulierungen unterliegen. Viele Unternehmen können aber auch mit der Circular Economy gewinnen. Denn der Umstieg ermöglicht viele Vorteile. Unternehmen, die sich schon jetzt in diese Richtung entwickeln, sind gewappnet für die Zukunft und attraktiv für Kundschaft und Arbeitnehmer:innen.

Mehrwerte für Unternehmen sind bspw. die Unabhängigkeit von volatilen Rohstoffpreisen und unsicherer Ressourcenverfügbarkeit auch von Zulieferern aus anderen Ländern. Ein Unternehmen, das aktiv Unternehmenskultur, Prozesse und Produkte hin zu einer Ciruclar Economy transformiert, kann sich als Vorreiter etablieren und darstellen. Stark damit verknüpft sind positive Effekte im Bereich Marketing und grünes Image. Aus Service orientierten Geschäftsmodellen erwächst eine engere Kundenbindung. Zudem erhalten Unternehmen so Eingriffsmöglichkeiten in die Nutzungsphase ihrer Produkte sowie große Mengen an Informationen über das Produkt und die Nutzung. Auf dieser Wissensbasis können Produkte gezielt und nutzerorientiert angepasst und weiterentwickelt werden. Neben einer längeren Produktlebensdauer entsteht auf diese Weise auch das Rohstofflager bei der Kundschaft.

Es gibt einige Unternehmen aus der Region OWL, die Vorreiter hinsichtlich CE sind – wie beispielsweise Schüco International KG, ZF Friedrichshafen AG oder Windmöller GmbH. Diese Unternehmen haben bereits Cradle to Cradle zertifizierte Produkte und sind nach Nachhaltigkeitsnormen zertifiziert. Die Vorreiter:innen sind sich einig, dass der Umstieg zu einer Circular Economy schon jetzt den Vorteil eines grünen Images und Wettbewerbsvorteile bringt. Darüber hinaus, wird auf diese Weise auch die Unternehmenskultur transformiert, denn die Botschaft zur Nachhaltigkeit ist auch an die eigenen Mitarbeiter:innen gerichtet.

Aber natürlich zeigt der Blick in die Praxis auch, dass es noch ein langer Weg ist, bist die Circular Economy realisiert ist und nicht nur einzelne Produkte oder Prozesse umgestellt sind. Zudem setzt die Umsetzung von zirkulären Prozessen ein Umdenken und ein Umstellen von Geschäftsprozessen von Linearität zur Zirkularität in den Unternehmen voraus. Diese Umstellung macht Investitionen erforderlich. Allgemein benötigen die Planung und Entwicklung neuer zirkulärer Produkte einen erheblichen Planungs- und somit Zeit- und Ressourcenaufwand, welcher sich am Ende wieder monetär widerspiegeln muss.

Trotz all diesen Aufwendungen ist der Wechsel ein notwendiger Entwicklungsschritt für die Industrie, um in Zukunft den politischen Vorgaben gerecht zu werden und die Unternehmen robust aufzustellen. Durch zirkuläre Produkte und Prozesse können Unternehmen einen hohen Grad an Resilienz erreichen und die Ressourcenverbräuche verringern. Regionale Quellen zu nutzen oder zu erschließen und die Wiederverwendung von Materialien stehen dabei im Fokus. Zudem können diese Unternehmensentwicklungen positiv in der Marktkommunikation genutzt werden.

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Der nachfolgende Katalog liefert Beispiele für gelungene Lösungsansätze von Partnerunternehmen aus dem CirQuality OWL Projekt und auch Lösungen, die erst durch CirQuality OWL angestoßen und begleitet wurden:

Circular Economy – Lösungsvorschläge (PDF, 3 MB)