Soft-Skills-Reihe Qualifizierung

 

Warum Soft Skills für zirkuläre Transformation entscheidend sind

Zirkuläre Prozesse scheitern selten an der Technik, sondern meist am Menschen. Führungskräfte brauchen deshalb starke Soft Skills:

  • Mitarbeiterführung: Orientierung geben, Beteiligung ermöglichen, Vertrauen schaffen.
  • Selbstführung: Komplexität aushalten, Vorbild sein, konsequent handeln.
  • Kommunikation & Konfliktfähigkeit: Interessen ausgleichen, Reibung produktiv machen, Silos überwinden.
  • Mindset-Aktivierung: Die Lücke zwischen Wissen und Handeln schließen – durch psychologische Hebel wie Motivation, Selbstwirksamkeit und soziale Normen.

 

Die Workshops sowie Veranstaltungen wie ing.meet.ing und das CE‑Innovationsforum zeigten deutlich:
Zirkuläre Transformation gelingt nur, wenn Führungskräfte nicht nur Prozesse gestalten, sondern Menschen bewegen.“

 

Chancen und Grenzen der Planbarkeit – Technik und Kultur im Zwiegespräch

Wir lieben Pläne. Gerade zum Auftakt eines neuen Jahres. Sie versprechen Sicherheit, Sinnhaftigkeit und die Suggestion, dass wir die Zügel in der Hand halten. Doch wie belastbar ist dieses Versprechen? Und wann wird aus kluger Struktur unbemerkter Planungswahn? 

Die Veranstaltung „Ja, mach nur einen Plan“ der MENTOR.I Stiftung Anfang Februar widmete sich genau diesem Spannungsfeld im lebendigen Crossover von Ingenieurwissenschaften und Kultur. Nicht nur unterschiedliche Denkweisen, sondern verschiedenartige Disziplinen trafen kreativ aufeinander: analytische Präzision und philosophische Reflexion, Systemlogik und kulturelle Perspektive. Gegensätzliche Auffassungen wurden kontrovers, pointiert und zugleich verbindend diskutiert. 

Im Fokus stand die Frage, was sich sinnvoll planen lässt und wo Anpassungsfähigkeit zur eigentlichen Kompetenz wird. Denn nicht jeder Plan überlebt den ersten Prototyp. Gerade wer in Kreisläufen denkt, weiß: Plan B ist nicht das Scheitern von Plan A, sondern oft dessen kluge Weiterentwicklung. 

Bettina Nolting eröffnete den Abend mit einem Impulsvortrag voller Perspektivwechsel. Mit Beispielen aus Philosophie und Kultur beleuchtete sie unser Planungsverhalten – augenzwinkernd, präzise und anregend. 
Die große Resonanz der Teilnehmenden in der anschließenden Diskussion unterstrich: Das Thema trifft einen Nerv. Der Wunsch nach Orientierung bei gleichzeitiger Akzeptanz von Unvorhersehbarkeit eröffnet ein Feld, das gerade im Zusammenspiel von Technik und Kultur neu vermessen werden will.  

Zwischen Kontrollanspruch und Offenheit liegt ein kreativer Raum. Vielleicht ist es weniger der perfekte Plan, der zählt, als die Fähigkeit, ihn rechtzeitig neu zu denken. 

Über die Dozierende

Bettina Nolting studierte Kunstgeschichte, Literatur und Philosophie. Als Kulturmanagerin gründete sie einen Literaturverlag und eine klassische Konzertreihe. 2016 wurde sie als Vorsitzende der MENTOR.I Stiftung berufen und hält in diesem Rahmen bundesweit interdisziplinär ausgerichtete Vorträge, die philosophische und kulturwissenschaftliche Perspektiven mit ökonomischen Fragestellungen verbinden. 

Die MENTOR.I Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Detmold. Ihr besonderer Fokus liegt auf interdisziplinär ausgerichteten Formaten, in denen sich unterschiedliche Blickachsen aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft kreuzen. Ihre Zielgruppe ist neben Hochschulen, Verbänden und allgemeinen Bildungsträgern natürlich auch die interessierte Öffentlichkeit. Zentral versteht sich die Stiftung als Impulsgeber, der philosophische Fragen in wirtschaftlichen Kontexten stellt. Als Förderer des Deutschlandstipendiums engagiert sich die Stiftung aktiv in den ideellen Förderprogrammen verschiedener Hochschulen.

 

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