15. Bauforum OWL – Circular Economy in der Bauwirtschaft


15. Bauforum OWL - Circular Economy in der Bauwirtschaft


Do., 19. November 2020, 14-16.30 Uhr, Online-Veranstaltung
Teams-Videokonferenz (Lautsprecher, Mikrofon und Webcam sind erforderlich)

Beim 14. Bauforum OWL haben wir grundsätzliche Potenziale einer Circular Economy identifiziert: Wohn- und Nichtwohngebäude sind ein sehr großes, anthropogenes Materiallager. Darin sind in Deutschland etwa 15 Mrd. t Baustoffe gebunden – im Vergleich dazu stecken „nur“ 400 Mio. t Rohstoffe in Kapital- und Konsumgütern, einschließlich aller Fahrzeuge, Maschinen, Haushaltsgeräte und Bekleidung. Und jährlich fallen über 200 Mio. t Bau- und Abbruchabfälle aus diesem Materiallager an.

Strategien für ein hochwertiges Recycling von Hochbauten sind eine recyclingfreundliche Baustoffauswahl, der Einbau auch von Sekundärrohstoffen und die Berücksichtigung einer sortenreinen Wiedergewinnung bereits in der Planung der Konstruktion.

Die Akteure aus Bauwirtschaft, Wissenschaft und Politik haben uns ermutigt bzw. „beauftragt“, das Thema in der Region weiter voranzutreiben. Mit dem 15. Bauforum OWL gehen wir nun einen Schritt weiter: Gemeinsam mit ExpertInnen wollen wir konkrete Aufgaben und Ziele für OWL definieren, um die notwendigen Schritte in die Wirklichkeit einer Circular Economy rechtzeitig zu gehen.

  • Wie entwickeln sich die Anforderungen seitens der ausschreibenden Unternehmen und Kommunen vor dem Hintergrund der gerade erwachenden politischen Vorgaben zur Circular Economy?
  • Wie setzen Unternehmen Innovationen und Technologien bereits um, die Wissenschaft und Forschung bieten?
  • Welche Kompetenzen sind bei Architekten, Bauherren und im realen Bauprozess / Baumanagement gefragt, um zirkulär zu bauen?
  • Was sagt das Ordnungs- und Ausschreibungsrecht, wenn es bspw. um den Einsatz von Rezyklaten geht?
  • Welche Hemmnisse und Hürden bestehen?
  • Wie vereinfachen wir die Prozesse?
  • Was müssen die konkreten nächsten Schritte sein?

Wir wollen die Arbeit der Akteure erleichtern und die Prozesse hin zu einer Circular Economy vereinfachen, um bei den zukünftigen Marktbewegungen im Bereich Nachhaltiges Bauen und Circular Economy nicht den Anschluss zu verlieren. Dabei agieren wir mit maximaler Praxisnähe und orientieren die Prozesse eng an den Realitäten der Praxispartner, um so nicht nur Handlungsbedarf, sondern auch konkrete Handlungsmöglichkeiten auszuloten.


Das Vorhaben CirQuality OWL wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie vom Land NRW gefördert.