CirQuality OWL erhält Zuwendungsbescheid von der Regierungspräsidentin

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl übergab dem Projektkonsortium „CirQuality OWL' (ehemals CirConomyOWL) heute den Zuwendungsbescheid des Landes NRW über die finanzielle Förderung in den nächsten drei Jahren.


Die fünf Innovationsnetzwerke OWL sind mit ihren zusammen 600 Unternehmensmitgliedern bereits dabei, gemeinsam eine regionale Handlungskompetenz aufzubauen, um Produkte so zu gestalten, dass alle Komponenten nach ihrem Gebrauch wieder in einen neuen Wertschöpfungsprozess eingehen können und somit nichts produziert werden muss, was als Müll endet. Neben den Netzwerken gehören der VDI OWL (3.600 Mitglieder) und die Fachhochschule Bielefeld mit ihrem speziellen Studien-Modul Circular Economy zu den Initiatoren. Weitere 60 Unternehmen, Hochschulen, Initiativen und Institutionen haben sich bereits im Vorfeld zur konkreten Mitarbeit verpflichtet.


CirQuality OWL – ein Produktionsstandort schließt Kreisläufe


Mit dem Projekt CirQuality OWL realisieren die die etablierten 5 Innovationsnetze der Region zusammen mit dem VDI OWL und der FH Bielefeld ein Capacity Building, um die Strategie des Regionalen Handlungskonzeptes der Region Ostwestfalen-Lippe vom zukunftsfesten Produktionsstandort OWL umzusetzen.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Potenziale der Zirkulären Wertschöpfung (zW / Circular Economy), d.h. Produkte, Bauwerke, Bauteile oder Materialien werden von Anfang an so konzipiert, dass sie in stetigem Kreislauf eingesetzt werden können, ohne am Ende auf Deponien oder im Downcycling zu landen.

Angesichts der zukünftigen Herausforderungen durch volatile Rohstoffpreise, die exponentiell ansteigende Verwendung von Micro-Elektronik in Bauteilen zur Internetanbindung (Industrie 4.0, Internet of Things), Verbundmaterialien in Leichtbauprodukten und Verpackungen oder reduzierte Deponiemöglichkeiten für Baumaterialien werden Lösungen erarbeitet, welche die Unternehmen des Produktionsstandortes OWL und das dafür notwendige Umfeld für die wachsenden Märkte der Circular Economy qualifizieren.

Das gesamte Innovationsökosystem Ostwestfalen-Lippe soll genutzt und optimiert werden, um zW-basierte Produktideen für die nächsten Produktgenerationen zu entwerfen und mit neuen Geschäftsmodellen zu realisieren.

Den Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe soll damit erleichtert werden, unter Berücksichtigung aller betrieblich und gesellschaftlich hemmenden und fördernden Bedingungen zW-basierte Produktideen zu entwickeln. Dabei werden alle Prozessbausteine in den Blick genommen, die eine Integration der zW in die (Unternehmens-) Prozesse beeinflussen. Dazu zählen Technologien und Konstruktionsprozesse ebenso wie Mentalitäten der beteiligten ExpertInnen und AnwenderInnen, Unternehmenskultur, Ökonomie und Geschäftsprozesse, Richtlinien und Ordnungspolitik. Im Projektverlauf werden Prozesse systematisch erarbeitet, die allen Beteiligten der Schöpfungskette eine stabile, (individuell) handlungsorientierte Prozess-Sicherheit bei der Integration der zW in ihren Gestaltungsbereichen verschaffen.

Die fünf Innovationsnetzwerke (Brancheninitiativen) sichern die gezielte Adaption in den spezifischen Wirtschaftsbereichen. Die beteiligte Hochschule analysiert und optimiert einerseits unternehmensinterne Prozesse und systematisiert unternehmensexterne Faktoren zwecks Integration in den jeweiligen zW-Entwicklungsprozess. Mit der Beteiligung des Vereins Deutscher Ingenieure VDI als die größte Ingenieurvereinigung Europas wird das gesamte Spektrum der Ingenieurwelt in die konstruktive Diskussion eingebunden und der Weg geebnet, wichtige Impulse in die zukünftigen Standards (z.B. VDI-Richtlinien) sowie in die Ingenieurausbildung einzuarbeiten.

In folgenden Handlungsfeldern werden wir in den nächsten drei Jahren arbeiten:
  • zW entdecken: Darstellung, Verbreitung und Diskussion des zW-Ansatzes in der Region
  • Regionales Capacity Building: Aufbau eines Wissens- und Erfahrungspools, Ausbau des zW-Kompetenznetzwerks in OWL
  • Akteure qualifizieren: Qualifizierung von Akteuren in den Unternehmen für die neuen Möglichkeiten
  • Akteure strategisch unterstützen: Weiterentwicklung für OWL mittels Studien und Forschungsarbeiten
  • Regionale Identität ausbauen: Entwicklung einer regionalen Strategie für die Chancen der zW
  • Ergebnisse transferieren: Regionaler und überregionaler Austausch und Transfer von Ergebnissen
Um die Qualität der Arbeit, die zügige Verwertung der Ergebnisse in den Unternehmen und Beispiele zu sichten, setzen wir auf die Zusammenarbeit mit vielen Praxispartnern, die das Thema in den nächsten Jahren berührt.

Projektpartner


1. Energie Impuls OWL , Klaus Meyer, meyer@energie-impuls-owl.de, Tel.: 0521 44818371
2. Food Processing Initiative FPI , Norbert Reichl, norbert.reichl@foodprocessing.de, Tel.: 0521 98640 10
3. InnoZent OWL , Michael Kemkes, mkemkes@innozentowl.de, Tel.: 05251 87 94 690
4. OWL Maschinenbau , Almut Rademacher, a.rademacher@owl-maschinenbau.de, Tel.: 0521 988 77 522
5. ZIG - Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL , Uwe Borchers, borchers@zig-owl.de, Tel.: 0521 32 98 60 12
6. Fachhochschule Bielefeld , Prof. Eva Schwenzfeier-Hellkamp, eva.schwenzfeier-hellkamp@fh-bielefeld.de, Tel.: 0521 106 7237
7. VDI OWL , Friederike David, by-owl@vdi.de, Tel.: 0521 2997-190

Kontakt (form. Konsortialführer des Gemeinschaftsantrags EFRE-RegioCall): Klaus Meyer, Energie Impuls OWL,
Milser Straße 37, 33729 Bielefeld, meyer@energie-impuls-owl.de, Tel.: 0521 44818371 (Sept. 2019)

gefördert durch:





Hinterlassen Sie einen Kommentar