CE-Expertenkreis bei ZF in Bielefeld: Kreislaufwirtschaft als gelebtes Erfolgsmodell

Im Rahmen des EFRE-NRW geförderten Projekts CirQualityOWL plus fand ein weiterer Expertenkreis bei der ZF Friedrichshafen AG am Standort Bielefeld statt. Das Unternehmen gewährte den Projektpartnern einen eindrucksvollen Einblick in seine seit 1963 praktizierte Kreislaufwirtschaft und unterstrich damit, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sind, sondern sich strategisch bedingen.

Nach der Begrüßung und Unternehmensvorstellung durch den Standortleiter Jens Witthöft stellten sich die Vertreter:innen der elf Konsortialpartner sowie weitere Gäste vor. Im Anschluss präsentierten die vier Handlungsfelder des Projekts – Qualifizierung, Zirkuläre Lieferketten, Bauwende und Abfallwirtschaft – ihre bisherigen Fortschritte, erreichten Meilensteine sowie die nächsten Umsetzungsschritte.

In den anschließenden Keynotes wurde deutlich, welche Dimension die Transformation hin zu einer zirkulären Wirtschaft einnimmt. Dr. Bita Fesides vom VDI Bundesverband betonte in ihrem Vortrag zum Szenario „Deutschland 2050“: „CE ist kein Kuschelkurs.“ Die Umsetzung erfordere systemisches Denken, interdisziplinäre Kooperation und ein entschlossenes Zusammenwirken aller Akteure entlang der Wertschöpfungsketten.

Dr. Sarah Brückner vom VDMA gab Einblicke in die Perspektive der Mitgliedsunternehmen und machte deutlich, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen vor erheblichen strukturellen Herausforderungen stehen. Ihre Einschätzung: „Die Energie-Transformation ist ein Kinderspiel gegen das, was uns in der wirtschaftlichen Transformation erwartet.“

In der abschließenden Diskussion herrschte Einigkeit darüber, dass Innovationskraft und industrielle Wertschöpfung in Deutschland gehalten und gestärkt werden müssen. Forschung und Entwicklung allein reichen nicht aus, wenn Produktionskapazitäten und industrielle Souveränität verloren gehen.

Ein besonderer Dank gilt der Oberbürgermeisterin der Stadt Bielefeld, Dr. Christiana Bauer, die sich die Zeit nahm, das Projekt CirQualityOWL plus, seine transformativen Allianzen sowie die engagierten Akteur:innen persönlich kennenzulernen. Der Austausch mit der größten Kommune Ostwestfalen-Lippes soll künftig weiter intensiviert werden, um die regionale Transformation bis hin zur Circular Economy gemeinsam voranzubringen.

CirQualityOWL plus ist mit Mitteln der Europäischen Union und des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

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